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Mindestgenauigkeit

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Welches Modell passt zu Ihnen?

Kalkulieren Sie Angebote für unterschiedliche Auftraggeber? Dann vergleichen Sie Leistungsverzeichnisse mit unterschiedlichen Formulierungen. In diesem Fall empfiehlt sich das Semantische Modell.

Es erkennt passende Preise auch dann, wenn die Texte fachlich gleich sind, aber unterschiedlich formuliert wurden. Das Semantische Modell arbeitet etwas langsamer als das ML-Modell. In der Praxis fällt das kaum ins Gewicht.

Die Mindestgenauigkeit einstellen

Passen Sie die Mindestgenauigkeit in den KI-Optionen an Ihre Arbeitsweise an:

Mindestgenauigkeit  

Wirkung

Geeignet wenn …

0,95 und höher

Nur nahezu identische Positionen werden vorgeschlagen

… Sie ausschließlich sichere Treffer übernehmen möchten und lieber weniger Vorschläge erhalten

0,90 – 0,94

Sehr ähnliche Positionen werden vorgeschlagen

… Sie ähnliche, aber nicht identische Leistungen als Grundlage akzeptieren und den Preis wenn nötig anpassen

0,80 – 0,89

Auch inhaltlich verwandte Positionen werden vorgeschlagen

… Sie möglichst viele Anhaltspunkte erhalten möchten und die Vorschläge grundsätzlich selbst prüfen

Ein Beispiel: Die Positionen „Untergrund von haftmindernden Rückständen befreien“ und „Untergrund reinigen, haftmindernde Rückstände entfernen“ erzielen beim Semantischen Modell einen Ähnlichkeitswert von etwa 0,93. Der genaue Wert hängt vom Langtext ab. Bei einer Mindestgenauigkeit von 0,90 schlägt das Programm den gespeicherten Preis vor, bei einer Mindestgenauigkeit von 0,95 nicht.

ℹ️ Hinweis: Es gibt keine universell „richtige“ Einstellung. Starten Sie mit dem Standardwert 0,85. Erhöhen Sie die Mindestgenauigkeit schrittweise, wenn zu viele unpassende Vorschläge erscheinen.

Warum ergibt eine identische Position nicht immer 100 % Ähnlichkeit?

Eine Position aus einem früheren Angebot erzielt beim Vergleich nicht immer einen Ähnlichkeitswert von 100 %. Das gilt auch dann, wenn der Kurztext auf den ersten Blick identisch aussieht. Das ist kein Fehler, sondern hat nachvollziehbare Ursachen.

Das Modell bewertet den Gesamtkontext

Das Semantische Modell bewertet nicht nur den Kurztext. Es bezieht auch den Langtext mit ein. Haben zwei Positionen denselben Kurztext, aber leicht unterschiedliche Langtexte, fließt dieser Unterschied in den Ähnlichkeitswert ein. Das passiert zum Beispiel, wenn ein Auftraggeber zusätzliche Ausführungshinweise ergänzt hat.

Beispiel:

•Gespeichert: „Fundamentbeton, unbewehrt“ – Langtext: allgemeine Beschreibung

•Gesucht: „Fundamentbeton, unbewehrt“ – Langtext: mit zusätzlichem Hinweis auf Frostschutzmaßnahmen

Der Kurztext ist identisch, der Langtext weicht leicht ab. Der Ähnlichkeitswert beträgt dann zum Beispiel 0,97 statt 1,0.

Kleinschreibung, Satzzeichen und Leerzeichen

Auch kleine Unterschiede beeinflussen den Ähnlichkeitswert. Dazu zählen ein fehlendes Komma, ein zusätzliches Leerzeichen oder eine abweichende Schreibweise. Das Modell ist gegenüber solchen Abweichungen robust, aber nicht völlig unempfindlich.

Unterschiedliche Einheiten

Haben zwei Positionen denselben Kurztext, aber unterschiedliche Einheiten, fließt auch das in die Bewertung ein. Steht einmal m² und einmal m, kann der Wert deutlich sinken.

Was bedeutet das für die Praxis?

Ein Ähnlichkeitswert von 0,95 oder höher bedeutet in der Regel: Die Positionen sind fachlich gleich oder sehr eng verwandt. Das gilt auch dann, wenn der Wert nicht exakt 1,0 beträgt. Bereits ab 0,93 ist der vorgeschlagene Preis meist ein solider Ausgangswert. Prüfen Sie das vor einer Angebotsabgabe trotzdem immer selbst.

Fazit

Ein Wert unter 1,0 ist kein Grund zur Sorge. Er zeigt nur, dass das Modell minimale Unterschiede im Text registriert hat. Ob der Preis fachlich passt, entscheiden wie immer Sie.

Warum gibt es keine „richtige“ Mindestgenauigkeit?

Ab welchem Ähnlichkeitswert ein Preisvorschlag für Sie sinnvoll ist, hängt von Ihrer Art zu kalkulieren ab. Diese ist in jedem Betrieb anders. Lesen Sie hierzu auch das Thema Feinjustierung.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Betrieb arbeitet überwiegend für denselben Generalunternehmer. In seiner KI-Datenbank liegen viele Positionen aus ähnlichen Leistungsverzeichnissen. Die Texte ähneln sich stark, weil der Auftraggeber immer dieselben Formulierungen verwendet. Hier können Sie die Mindestgenauigkeit hoch einstellen, zum Beispiel auf 0,93 oder höher. So akzeptiert das Programm nur nahezu identische Positionen als Treffer.

Ein anderer Betrieb arbeitet für viele verschiedene Auftraggeber, Architekten und Planer. Jeder formuliert die Leistungspositionen anders, obwohl die gemeinte Leistung dieselbe ist. Hier wäre eine hohe Mindestgenauigkeit hinderlich. Viele sinnvolle Treffer würden wegfallen. Ein Wert von 0,7 bis 0,88 liefert mehr Vorschläge, die Sie dann kurz prüfen.

Was außerdem eine Rolle spielt

•Wie groß ist Ihre KI-Datenbank? Mit wenigen gespeicherten Projekten sind die Treffer ungenauer. Eine niedrigere Mindestgenauigkeit liefert dann mehr brauchbare Vorschläge. Mit einer großen, vielseitigen Datenbasis können Sie den Wert erhöhen.

•Wie viel Zeit haben Sie zur Nachkontrolle? Wer jeden Vorschlag ohnehin prüft, kann großzügiger einstellen. Wer die KI-Vorschläge direkt übernehmen möchte, sollte einen höheren Wert wählen.

•Wie präzise sind Ihre gespeicherten Kurztexte? Kurze, klare Beschreibungen erzielen höhere Ähnlichkeitswerte als lange, uneinheitliche Texte.

Fazit

Es gibt keinen universell richtigen Wert. Der KI-PreisNavigator gibt Ihnen deshalb die volle Kontrolle. Starten Sie mit dem Standardwert 0,80 bis 0,85. Passen Sie ihn nach ein paar Projekten an Ihre eigene Arbeitsweise an.

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